Der älteste, noch bestehende, Tamburizzaverein Wiens wurde am 3. Mai 1911 von Zuwanderern aus den k.k. Kronländern Böhmen und Mähren gegründet. Neben dem Tamburitzaensemble gab es damals noch ein Blasorchester, ein Streichorchester, sowie Gesangs-, Theater- und Turngruppen.

In der Zeit von 1939 - 1945 wurde der Verein verboten und konnte erst 1947 wieder aktiv werden.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es in Wien sieben Tamburizzaorchester, drei tschechische und vier österreichische, die bis Ende der sechziger Jahre gemeinsam grosse öffentliche Veranstaltungen hatten. In den Jahren danach hörten die meisten Vereine aus Mangel an Nachwuchs auf und die noch aktiven Spieler schlossen sich dem Tamburizzaverein ADRIA an.

Die benutzten Instrumente sind historische Originale des Systems FARKAŠ, aus den Jahren 1911-1935. Ebenso ist das handgeschriebene Notenmaterial aus den Gründungsjahren zum Grossteil im Original erhalten. Das Repertoire reicht von Polkas, Märschen und Walzern über Konzertstücke bis zu Operetten- und Opernpotpourris aus dem deutschsprachigen und slawischen Raum.

Ab dem Jahr 2002 wurden vermehrt Stücke aus den Bereichen Unterhaltungsmusik, Swing und Jazz ins Repertoire aufgenommen. Diese Bearbeitungen und Arrangements sind auf eine kleine Besetzung ausgelegt, da die aktuelle Spielstärke stark geschrumpft ist.

Das Tamburitzaensemble ADRIA ist bestrebt, seinen eigenen Stil weiterhin aufrecht zu erhalten und die Musik in traditioneller, konzertanter Weise auf historischen Instrumenten zu pflegen.

MitspielerInnen dringend gesucht!